«Schlechte Stimmung wegen Stadtwerken Schorndorf»

titelt die ZVW vom 18.9.26 17:25 Uhr.

Die Stadtwerke Schorndorf sind offenbar noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, als bisher bekannt war. Die Stadt Schorndorf muss insgesamt in den letzen beiden Jahren über 5 Mio Euro nachschiessen.

Dies lässt Fragen zum finanziellen Risiko einer Minderheitsbeteiligung der Stadtwerke am geplanten (Biomasse-) Altholzheizwerk Grauhalde offen. Es ist nicht bekannt, dass die Stadt Schorndorf für diesen Fall eine Vorsorge getroffen hat.

Ein Wärmenetz kann ein gute Alternative zu dezentralen Heizungen sein, wenn keine zu hohen Verluste bei zu geringer Wärmebedarfsdichte (Abnehmer pro Fläche) entstehen. Die wäre z.B. in der Schorndorfer Altstadt der Fall. Das Wärmenetz hat nichts mit der Wärmeerzeugung zu tun, die sollte nachhaltig sein. Nur so wird Schorndorf seine Klimaziele erreichen.

Bedauerlicherweise finden sich mehrere Beispiele für Probleme, die entstehen, wenn ein Investor insolvent wird oder ein Ankerkunde abspringt:

Dies lässt sich z.B. am Fall der Gemeinde Wörthsee studieren: “Im Klartext heißt dies, dass […] das Nahwärmenetz nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.” Und weiter:”Derzeit liegt die Planung aufgrund der Finanzierungsprobleme [..] auf Eis.” [..] “Nun ist der Schlamassel da. Denn das Heizwerk ist im Bau. Und die Verantwortung trägt am Ende selbstverständlich die Bürgermeisterin, unter deren Ägide das Projekt vorangetrieben wurde. Auch jetzt noch wäre ein sofortiger Baustopp möglicherweise billiger, als die Fertigstellung einer Anlage.»

Ein weiteres Beispiel ist der Fall des Wärmenetzes in Wenzenbach:
Im März 2024 geht zum Thema Wärmenetze die Insolvenz des Netzbetreibers in der Gemeinde Wenzenbach durch die Presse. «Zahlreiche Bewohner stehen dort ohne Heizung da, bleiben auf den Kosten für ihren Netzanschluss sitzen und müssen sich jetzt voraussichtlich nach eigenen Heizungsanlagen umsehen und wieder investieren. Die Vorgänge werfen die Frage auf, wie sicher die Energieversorgung über kleine Netze ist. Die Idee der Fernwärme entstand in Städten, die dichte Besiedlung mit damals eher brandgefährlichen Feuerstätten ließen diese Versorgungsform sinnvoll erscheinen.»

Quellen:

https://www.schorndorf.de/ceasy/resource/?id=27779&download=1

”https://zum-kuckuck.org/2025/11/18/hackschnitzelheizwerk-gemeinde-in-der-falle/embed/#?secret=Nzf7zaI841#?secret=Oq3ngu7cDw

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