Risiken und Ursachen für Brände in Biomasse-heizwerken

Österreich hat vergleichsweise viele Biomasseheizwerke. Immer wieder kommt es zu Schlagzeilen in den Medien.

https://brudiland.li/heizwerk-malbun-steht-komplett-in-flammen/

Natürlich hat jede technische Einrichtung ein Risiko. Aber die unmittelbare Nähe des geplanten Heizwerks in Schorndorf durch die Neue Wärme GmbH und Steag Iqony zum Jugendzentrum und dem Schulzentrum Grauhalde erfordert eine Betrachtung solcher Störfälle. Ernsthafte Studien dazu sind selten. Es findet sich ein Forschungsprojekt „Sicherheitskriterien bei Biomasse-Praxisanlagen“ (DaFNE-Projektnummer 101575) das Risiken und Ursachen für Brände untersucht. Es wird im folgenden aus der umfangreichen Studie zitiert:

In 8883 untersuchten Fällen kam es in 1.403 Fällen zum offenen Feuer, in 1.362 zu elektrisch bedingten Bränden, in 1.317 entstanden Sie durch Blitzschlag (hoher Schornstein), in 812 Fällen kam es zu einem Brand im Wärmegerät, in 326 Fällen gab es eine Selbstzündung (z.B. Lager).

«Technischen Richtlinien haben einen vorbeugenden Brandschutz zum Ziel,
aber wie jedoch Vorfälle in der Praxis zeigen, können Brandunfälle trotz baulicher und anlagentechnischer Sicherheitsvorkehrungen nicht immer verhindert werden», heißt es da. Und weiter:»Brandunfälle sind in der Regel Folgen menschlicher Verhaltensfehler.»

Im folgenden heißt es zusammengefasst: Laut Brandursachenstatistik sind 22 % der Fälle auf Rückbrand zurück zu führen. Verpuffung ist ein weiteres Risiko für Brände.
Als Hauptursachen für Brandunfälle im Brennstoffbunker wurden zum einen die
Brandentstehung durch die Austragung selbst identifiziert. Durch Funkenbildung, die beispielsweise von Federblattarmen in Verbindung mit Metallteilen der Austragung.

Brandentstehungen in der Förderstrecke werden zumeist durch Reib- und Abreibvorgänge von Fremdmaterialien wie Metallstücke oder Steine ausgelöst.

https://www.josephinum.at/forschung-und-pruefung/biomasse/projekte/sicherheitskriterien-biomasseheizungen.html

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